Häufigkeit von Venenerkrankungen und ihre volkswirtschaftliche Bedeutung

Venenerkrankungen sind ein häufiges Gesundheitsproblem in Deutschland, bzw. den westlich geprägten Industrienationen. Bis zu 30 % der Frauen und 20 % der Männer leiden unter Symptomen wie Schweregefühl, Schmerzen und Schwellungen der Beine. Teilweise kommt es auch zu dauerhaften Verfärbungen und offenen, nicht heilenden Wunden an den Unterschenkeln oder zu Venenentzündungen und Venenthrombosen. Die Bonner Venenstudie von 2003 zeigte weiterhin bei der repräsentativen Untersuchung einer ländlichen und städtischen Wohnbevölkerung, dass bei 19,5 % der Untersuchten ein fehlerhafter Klappenschluss der Hauptvenenklappen in der Leiste vorlag, was als Risikofaktor für eine Krampfadererkrankung gilt [1].

Die Sozialsysteme in Deutschland wurden zwischen 1980 – 1990 erheblich durch diese „Volkskrankheit“ belastet. Allein für die alten Länder der Bundesrepublik Deutschland errechnete sich ein Betrag in Höhe von 2 Mrd. DM. Die indirekten Kosten durch Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung waren mit 553 Mio. DM bemerkenswert hoch [2]. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts beliefen sich 2002 die Gesamtkosten in Deutschland für Erkrankungen des Venensystems und der Lymphbahnen (Diagnoseschlüssel ICD10 I80-I89) auf 2,7 Mrd. Euro.

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    Bildmaterial Lasertherapie mit freundlicher Unterstützung der Fa. Biolitec, Jena, Deutschland